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Die Außmaße des Sturms
 

Die Außmaße des Sturms


Sturmtief "Kyrill"  zerstörte unser zu Hause.

Eindrücke des Hofes von Freitag, den 19. Januar (vormittag).

Fotos von Veit Rösler, Hohenleipisch.


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Es ist einfach unglaublich, was in der Nacht vom 18./19. Januar 2007 passiert ist. Ein Orkan, Tornado oder ähnliches fegte durch unser Dorf, wobei es bei vielen unendlichen Schaden angerichtet hat.
Gegen 20.00 schob sich der in sich drehende Sturm mit Windgeschwindigkeiten um die 260 km/h (!!! Werte der Wetterstation Bad Liebenwerda) durch unseren Hof, durch die beiden Torwege indurch und deckte das komplette Satteldach ab. Herabstürzende Balken duchschlugen die Zwischendecke und landeten in Fidelias Box. Mehrere Löcher (mehrere Quatratmeter) waren diese groß. Es ist ein Wunder, dass Fidelia noch lebt!!

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p.s. das sind Fotos, wo schon mehrere Balken und solche Brocken aus ihrer Box entfernt worden sind
Es war bis zum späten Freitag Nachmittag nicht möglich, die Pferde aus den eingestürzten Boxen zu befreien. Gott sei dank konnte Fidelia in der Nacht noch in die Box umgestellt werden, wo "nur" kleine Löcher in der Decke waren.
Aber damit nicht genug. Unsere komplete Scheune ist bis auf die Grundmauern in sich zusammengefallen....wie ein Kartenhaus. All unsere landwirtschaftlichen Geräte....alles....war da drinn.

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Der Gibel des Stalldaches brach so zusammen, das Balken regelrecht durch die Fenster ins Wohnhaus schossen. Alles unglaublich.

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Hier hat der Radlader und die Helfer schon ganze arbeit geleistet...Der herabgetürzte Dachstuhl wurde schon entfernt und Tonnen an Scherben und Steinen auch.
Meine Großeltern rechneten sicherlich mit dem schlimmsten....sie meinten, es war schlimmer als die Bombenangriffe im Krieg. Der gesammte ...also wirklich alles....Hof lag voll mit Scherben, Steinen etc.
Zudem wurde auch das Wohnhaus massiv geschädigt. Noch in der Nacht versuchte man zu retten, was zu retten ist. Bis zum Freitag morgen wurden über 600 neue Dachziegel verarbeitet.

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Die Gefühle, als man das Chaos sieht, kann ich nicht beschreiben. Zu tief sitzt der Schmerz über den Verlust, der durch den Sturm angerichtet wurde. Trotz allem muss man Gott danken, dass Oma und Opa es überlebt haben. Dieses Unglück haben die beiden nicht verdient.
Seit Freitag  morgen sind viele Helfer aus der Familie und viele Freudende da, die unaufgefordert uns helfen, den Schutt  vom Hof zu bewegen...Papa unterstützt uns mit einem Radlader, "Die Bau" GmbH stellt uns einen LKW zum Abtransport.
Es werden noch viele fleißige Hände gebraucht. Es ist ein sehr langer und ,im wahrsten Sinne des Wortes, steiniger Weg bis wir überhaupt einmal an einen Wiederaufbau dran denken können.
Es ist ungalublich, schier unmöglich, meint man zu denken. Man hofft, dass man aus diesem Film wieder aufwacht....aber es ist die Realität.
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Mai 2007
Es ist lange her, dass ich über das schlimme Ereignis etwas schreiben konnte. Auch nach vier Monaten sitzt der Schock über das erlebte noch sehr tief und ich muss sagen, es bestimmt in vielen Dingen immernoch unseren Tagesablauf und unsere Handlungen.
Es ist viel passiert in den letzten vier Monaten....es wurde über 700t Bauschutt abtransportiert, unheimlich große Holzhaufen sind auf meiner Koppel aufgetürmt, mehrere Tonnen Schrott wurde aussortiert. Vorallem in der ersten Zeit haben wir viel Hilfe von Nachbarn und Freunden bekommen. Sicherlich auch von Leuten, von denen man es nie erwartet hätte, dass sie in solcher Notlage zu einem stehen. Andererseits muss man in vielen Leuten auch erkennen, dass sie ich abwenden. Das sind dann die negativen Ausmaße einer solchen Katastrophe.
Unser Gehöft war - aus welchen Gründen auch immer - nicht versichert gewesen. Ich selber wollte es gar nicht glauben, aber auf Opa drauf rum zu reiten, hätte uns in der Situation auch nicht vorwärts gebracht. Aber das bedeutete, dass wir allen Neubau und alle Reperaturen komplett selber tragen müssen-das ist hart.
Ich habe mich bei unheimlich vielen Organisationen, Stiftungen, Ministerien um finanzelle Hilfe bemüht-leider vergeblich. Als Antwort als dem Bundeskanzleramt kam nur ein Brief mit total unpassendem Inhalt (irgendwas über Waldschäden in Sachsen....hallo, darüber hatte ich gar nix geschrieben....man steht alleine da in seiner größten Not. Irgendwelche finanziellen Mittel werden ins Ausland geschafft und für die eigenen Bürger ist nichts vorhanden....naja, ich will nicht weiter klagen.
Denn es ist viel passiert. Die größte Aktion war sicherlich der Bau eines neuen Dachstuhls auf dem Stallgebäude. Der Bruder meiner Oma und dessen Freund haben die Bauherrschaft gehabt und es ist toll, was hier wieder aufgebaut worden ist. Mittlerweile wurde der Stall abgeputzt und sieht richtig klasse aus. Aber wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, nimmt die Arbeit kein Ende....noch immer sind viele Schäden zu sehen.


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Anbei nun erstmal ein paar Fotos, wie es im Moment aussieht.


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In den letzten Tagen konnten wir die Tore wieder einhängen bzw. die Herrstellung wurde fertig gestellt....ihr könnt gar nicht glauben, wie die gefehlt haben. Immer wieder wehte es das Heu und Stroh über den vorderen Hof und der Wind Pfiff durch das Gehöfft.


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Die Pferde haben alles gut weg gesteckt, aber ich selber (uns so wird es der ganzen Familie gehen) ist sofort in Alarmbereitschaft, wenn es Sturmwarnungen gibt...oder man wird wach, wenn es windet. Der Lebensmut meiner Großeltern ist auch wesentlich geschrumpft....sie haben sich aus dem Dorfleben zurück gezogen und sind am Abend von der Arbeit einfach nur fertig. Ich selber hatte meine mündliche Prüfung extra verschoben (ich danke dem Prüfungsamt), so dass ich bis in den März auch jede freie Minute mit helfen konnte. Und nach den langen Tagen auf dem "Bau" war man abends einfach viel zu müde um zu Lernen.
Jetzt geht es aus pferdischer Sicht darum,dass ich nen Schwader und einen Heuwender günstig bekomme, damit wir dieses Jahr gutes Heu einlagern können, denn meine Vorräte sind alle verschimmelt und mussten auf den Misthaufen. Ich suche auch noch einen Stellmacher, der meine schöne Kutsche wieder reparieren kann (Kotflügel und ein Rad ist kaputt)
Auch über finanzielle Spenden würden sich meine Großeltern sehr freuen, denn ihre finanziellen Rücklagen für einen wohlverdienten Lebensabend sind volkommen aufgebraucht. Auch, wenn wir alles mit "Hand" selber aufgebaut haben, so kostet alleine das Material eine immense Summe.

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